Nach dem Sturz des Zaren in Rußland bildete sich in Minsk die Weißrussische Rada, ein All-Weißrussischen Kongress, der ein unabhängiges Weißrussland anstrebte. Im Februar 1918 wurde das weißrussische Gebiet von deutschen Truppen besetzt und am 25.03.1918 wurde durch den Rada in Minsk die Weißrussische Demokratische Republik, proklamiert.

Während des polnisch-sowjetischen Krieges 1919/20 wurde Weißrussland von Polen besetzt. Am 11.07.1920 konnte durch die Rote Armee die Hauptstadt Minsk wieder zurückerobert werden. Im Frieden von Riga vom 18.03.1921 verzichtete die WSSR auf große Teile ihres Staatsgebietes, die bei Polen verblieben. Es bestand jtzt nur noch aus 6 Distrikten bei Minsk mit einer Einwohnerzahl von 1,54 Millionen Menschen.

Am 30. Dezember 1922 wurde die WSSR eine Unionrepublik der UdSSR.

1924 und 1926 erhielt Weißrußland 17 Distrikte des Gebietes von Witebsk, Gomel und Smolensk zu seinem Staatsgebiet. Nach der Niederlage Polens zu Beginn des 2. Weltkriegs wurde der größte Teil der 1919-21 an Polen verlorengegangen westlichen Gebiete aufgrund des deutsch-sowjetischen Vertrages vom 28.09.1939 wieder in die Sowjetunion eingegliedert und dadurch Weißrußland angegliedert.

Mit Beginn des Großen Vaterländischen Krieges wurde 1941 innerhalb von nur etwa zwei Monaten das gesammte Staatsgebiet durch faschischtische Truppen okkupiert. In der Folge entwickelte sich eine Partisanenbewegung, die es in diesen Ausmaßen noch nicht gegeben hatte. Es wird geschätzt, dass etwa 400.000 Menschen aktiv und weitere 400.000 als "Partisanenreserve" dran aktiv beteiligt waren.

Nach den politischen Veränderungen der "Perestroika" und dem damit verbundenen Zusammenbruch der UdSSR erfolgte am 27.07.1990 die Souveränitätserklärung, am 25.08.1991 die Proklamation der Unabhängigkeit Weißrusslands, nun offiziell als "Respublika Belarus" bezeichnet.

Ab 1900