Aus- und Weiterbildung

Die Fortbildung für Ärzte, klinisches und wissenschaftliches Person und andere Fachleute an westlichen Einrichtungen ist eine weitere konkrete Maßnahme. Die fortzubildenden Personen werden von den Mitarbeitern des Otto Hug Strahleninstituts–MHM gezielt nach Fachrichtung, Erfahrung, Flexibilität, Sprachkenntnissen etc. ausgesucht. Die Fortbildungszeit beträgt zwischen ein und zwölf Wochen.

Zur Erzielung eines optimalen Ausbildungserfolges werden alle Personen vor Beginn der Ausbildung einem individuellen Test zur Überprüfung ihrer Fach- und Fremdsprachenkenntnisse unterzogen. Durch Verträge, auch mit dem Otto Hug Strahleninstitut, werden alle im Westen fortgebildeten Fachleute für die Dauer von drei bis fünf Jahre (je nach Ausbildungsdauer und –kosten) zur Mitarbeit in den entsendenden Einrichtungen in Belarus / der GUS und zur Weitergabe der erworbenen Kenntnisse an Kollegen verpflichtet.

Eine andere Form der Fortbildung erfolgt in den Kliniken und Institutionen vor Ort. Vom Otto Hug Strahleninstitut entsandte Spezialisten gehen für einige Zeit nach Belarus (und natürlich auch andere Staaten) und vermitteln dort ihr Wissen.

Entscheidend auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit und Selbsthilfe bei der Überwindung der medizinischen, radioökologischen und anderer Probleme in Belarus, die nach der Tschernobyl-Katastrophe entstanden sind und die noch sehr lange andauern werden, ist eine qualifizierte Ausbildung der heranwachsenden Generation.
Dieser Aufgabe widmet sich in besonderem Maße die Internationale Sacharow-Umwelt-Universität (ISEU) in Minsk. Dort werden folgende Fachrichtungen gelehrt: Radioökologie, Strahlenbiologie, Strahlenbiochemie, Strahlenphysik, Umweltmedizin, Labormedizin, Erneuerbare Energien, Fremdsprachen u.a.
Das Otto Hug Strahleninstitut – MHM unterstützt diese Universität durch die Entsendung von Experten, die sich an der Ausbildung der Studenten und Fortbildung des Personals beteiligen, ferner durch Fachbücher und Ausstattung.