Das Otto Hug Strahleninstitut – MHM

Das Otto Hug Strahleninstitut – MHM ist unabhängig, überparteilich und überkonfessionell. Es verfügt insbesondere in Belarus über gute Verbindungen zum Gesundheitswesen, zu Umweltorganisationen, den Tschernobyl-Verbänden, staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen, Forschungseinrichtungen, aber auch zu den Regierungen, Parlamenten und zu den Behörden.

Da die Republik Belarus durch die Tschernobyl-Katastrophe am meisten betroffen wurde und in der Bevölkerung die meisten Gesundheitsschäden aufweist, liegt dort der Schwerpunkt der Hilfsmaßnahmen des Otto Hug Strahleninstitutes – MHM. Viele organisatorische und administrative Fragen werden in Abstimmung und Zusammenarbeit mit offiziellen Stellen gelöst, z.B. bei der Finanzierung zusätzlicher Planstellen in Kliniken, bei Umbaumaßnahmen für ein Labor oder bei der Regelung schwieriger Zollfragen.

Das Otto Hug Strahleninstitut – MHM hat in Belarus eine offizielle Niederlassung mit festen Mitarbeitern in Minsk und Gomel. Der Transport der Hilfsgüter in die GUS erfolgt über eigene Logistik, die Übergabe erfolgt direkt an den Endempfänger. Alle Transport-, Zoll- und Behördenformalitäten werden durch unser Personal oder durch Partnerorganisationen (z.B. im Deutschen Verband für Tschernobyl-Hilfe) abgewickelt.

Die Arbeit des Otto Hug Strahleninstituts-MHM hat für die Menschen in den strahlenbelasteten Regionen einen wichtigen Beitrag für die Heilung von Krankheiten und die Erhaltung der Gesundheit gebracht und hat sowohl bei der belarussischen Staatsregierung als auch auf internationaler Ebene Anerkennung gefunden.

Bei einem Symposium in Gomel im Oktober 1994 übergab der belarussische Staatsminister für außerordentliche Situationen, I. A. Kenik, ein Schreiben der belarussischen Staatsregierung, in dem es hieß:

„... Die Regierung der Pepublik Belarus ist Ihnen und Ihren Mitarbeitern für die großeHilfe dankbar, die das Otto Hug Strahleninstitut dem belorussischen Volk leistet, das durch die größte Nuklearkatastrophe der Welt betroffen wurde ...

Das modern ausgestattete Schilddrüsenzentrum in Gomel ist für die kranken Menschen ein unschätzbares Geschenk ...“


Zum Tschernobyl-Jahrestag 1994 schrieb der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Boutros Boutros-Ghali an den Vorstand des Otto Hug Strahleninstituts – MHM im Zusammenhang mit der bisher geleisteten Tschernobyl-Hilfe:

„... unter den Hilfsaktivitäten der internationalen Gemeinschaft hat ... Ihr Beitrag zur Überwindung der grausamen Folgen der Tschernobylkatastrophe eine herausragende Bedeutung ... Dies verdient höchste Anerkennung ...“

Die Stellv. Vorsitzende der Tschernobyl-Kommission in der Nationalversammlung der Republik Belarus, M. Chudaja, schrieb am 07.02.2002: „... Die Wirtschaft der Republik ist nicht in der Lage, diese Folgen der Katastrophe zu bewältigen ... Wir sind Ihnen sehr dankbar, die Sie unter den ersten deren Schwere erkannt und eine wirksame materielle, technische und moralische Unterstützung für unser Volk geleistet haben.“

Bis Mitte April 2006 konnten durch das Otto Hug Strahleninstitut – MHM allein für Belarus Hilfsleistungen im Wert von über 15 Millionen Euro durchgeführt werden. Die dringend erforderliche Weiterführung dieser medizinischen und anderen Hilfsmaßnahmen ist auf die Hilfe und finanzielle Unterstützung verantwortungsbewusster Mitmenschen angewiesen.

Langfristig sind die Projekte auf Hilfe zur Selbsthilfe angelegt, sollen die Möglichkeiten im eigenen Land gefördert und verbessert werden. Und schließlich gilt diese Hilfe Menschen, die unsere Nachbarn sind in einem gemeinsamen europäischen Haus.